Die letzte Woche verging für uns wie im Fluge!
Da sich im Krankenhaus nicht viel Spannendes ereignet hat, gab es nicht viel zu berichten. Wir sind beide noch immer sehr zufrieden mit unseren „Stellen“ und merken täglich Fortschritte beim Spanisch verstehen und auch sprechen.
Am Donnerstag Nachmittag haben wir uns dann endlich zum ersten Mal Alicante angesehen – gemeinsam mit unseren „Buddys“, den Spaniern Daniel und Laura, ebenfalls Medizin-Studenten, die sich unglaublich herzlich und lieb um uns kümmern, uns helfen, die Stadt zeigen und es uns sehr leicht machen, uns willkommen zu fühlen.
Alicante liegt direkt am Meer, hat einen tollen Strand direkt daran anschließend den Yachthafen. Die Promenade parallel zum Wasser ist gesäumt von großen Bäumen, die eine wunderschöne Allee bilden und vielen Verkaufsständen, wo der normale Tourist sich mit Schmuck, Kleidung und allerlei Krimskrams eindecken kann. Laura und Daniel führten uns die „Rambla“ entlang, die große und breite Einkaufsstrasse, auf der sich ein Großteil des Lebens von Alicante abspielt. Sie zeigten uns kleine Gässchen, eine der Burgruinen oberhalb der Stadt, wir tranken gemeinsam Kaffee, kauften uns spanische Handy-Karten und plötzlich waren vier Stunden rum! Wir hatten so eine nette Zeit zusammen, haben uns richtig gut verstanden (sowohl sprachlich als auch persönlich) und viel miteinander gelacht. Es war erstaunlich zu bemerken, wie viel besser unsere spanischen Kommunikations-Fähigkeiten gegen Ende waren, verglichen zu Beginn des Treffens!
Netterweise hatten die beiden uns auch bei der Wohnungssuche unterstützt , indem sie für uns einige Leute anriefen, deren Anzeigen wir gesehen hatten. (Am Telefon ist Spanisch nach wie vor sehr schwierig!) Mit einigen konnten wir für den nächsten Tag Termine zur Besichtigung ausmachen, und so haben wir uns am Freitag – diesmal alleine – auf nach Alicante gemacht und die ersten Zimmer sondiert. Gleich beim ersten mussten wir durchaus schlucken, die ganze Wohnung war dreckig und unaufgeräumt, der Bewohner, der die Tür öffnete, verschwand gleich wieder in seinem Zimmer, ohne auch nur hallo zu sagen (dazu muss man sagen, dass hier offenbar immer die Vermieter die Zimmer zeigen und die Mieter aussuchen, selbst bei WGs sind die weiteren Mitbewohner nicht unbedingt involviert; im Gegensatz zu Deutschland, wo es üblicherweise doch so ist, dass die WG-Bewohner sich die potentiellen neuen Mitbewohner anschauen). Zum Glück blieb dies die einzige Wohnung, die sich so präsentierte.
Die zweite war eigentlich sehr süß, klein, aber nett eingerichtet, 2 weitere Personen würden dort wohnen – einziger Minuspunkt: es darf in der Wohnung geraucht werden, und das wird wohl auch genutzt. Wenn wir gar nichts anderes finden, kann man damit für eine Zeit leben, aber es scheint so viele Angebote zu geben, dass wir das nicht so einfach als gegeben hinnehmen wollen.
Die beiden anderen Wohnungen waren im Großen und Ganzen toll, beide jedoch sehr weit ab vom Schuss und dafür recht teuer. Die eine hätte keinerlei Nebenkosten in der Miete mit beinhaltet, das wäre ein Unsicherheitsfaktor, und wir wären zunächst alleine dort gewesen, erst ab Mai mit – möglicherweise... – einem weiteren Mitbewohner. Zum Spanisch sprechen ungünstig.
Die andere lag zur teuren Miete und der Entfernung zum Zentrum in einer lauten Strasse, so dass wir uns letztendlich bislang für keine der 4 Wohnungen entscheiden konnten. Aber nun wissen wir, was es ungefähr so auf dem Markt gibt, welche Stadtteile wir bevorzugen und haben einfach mal die Lage sondiert. Außerdem konnten wir so nochmals Alicante erkunden und müssen sagen, dass es uns wirklich gut gefällt! Wir freuen uns schon, dorthin zu ziehen – hoffentlich bald! Morgen gibt es weitere Besichtigungen!!
Den Samstag verbrachten wir nochmals ganz gemütlich mit Connis Eltern und Oma, die spät am Samstagabend nach Hause geflogen sind.
Heute, am Sonntag, haben wir einen Großteil des Tages lesend in der Sonne genossen. Warm, Sicht aufs Meer, blauer Himmel – toll. Am Nachmittag sind wir dann aufgebrochen, um einen Ausflug nach Denia zu machen. Conni war vor über 10 Jahren einmal dort, Sebastian noch nie, so dass wir beide sehr gespannt waren. Schon die Fahrt war klasse! Bergig, viele Serpentinen, tolle Ausblicke hinter jeder Kurve, es hat richtig Spaß gemacht, die Gegend zu erkunden. In Denia haben wir uns den erstbesten Parkplatz genommen und uns einfach treiben lassen. Mal hier in ein kleines, uriges Gässchen, dann dort zu dem gemütlichen Platz – ohne Ziel und immer dem momentanen Gefühl folgend sind wir so durch Denia geschlendert. Es hat uns sehr gut gefallen.
Als es dann etwas kühler wurde, haben wir den Heimweg angetreten. Hier hat Sebastian uns gerade ganz lecker bekocht, und nun sitzen wir zusammen, lassen den Tag Revue passieren und freuen uns auf die neue Arbeitswoche!
Euch allen einen guten Start am Montag!
Saludos,
C und S
2 Kommentare:
Wie immer sehr nett geschrieben, einen teil haben wir ja live erzählt bekommen. Gespannt auf die nächsten Berichte grüßt
Ma
Wohnungssuche im Ausland ist kein Spass. Habt Ihr L'Auberge Espagnole jetzt eigentlich gesehen? Kommt mir so bekannt vor Eure story.
Liebe Gruesse! Uta
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