Naja, ganz so schlimm steht es um uns dann doch nicht, zumal ja der Arbeitstag hier eher kurz und die Arbeit auch nicht sehr anstrengend ist. Da Sebastian mir aber zu meinem Geburtstag im letzten Jahr einen Gutschein für eine Fahrt nach Tabarca geschenkt hatte, sind wir dort am Samstag hin gefahren
Tabarca ist eine winzige Insel, die vor Alicante liegt. Gegen 11 Uhr starteten wir in Alicante mit einem Fähren-ähnlichen Schiff Richtung Südwesten. Das Wetter war traumhaft und wir genossen in vollen Zügen den Fahrtwind. Da wir im hinteren Bereich saßen hatten wir einen tollen Blick auf Alicante, und vor allem das Castillo, das wir übrigens zwei Tage zuvor endlich bestiegen hatten! Die Fahrt dauerte ca 45min, dann erwartete uns eine richtig süße Insel. An der breitesten Stelle misst Tabarca ca 400m und ist ca. 1,8km lang. Kein Problem, einmal rundherum zu gehen! Das haben wir auch gemacht. Der größte Teil von Tabarca ist Naturschutzgebiet. Einen Teil darf man nicht betreten, doch führt ein schmaler Pfad entlang. Idyllisch, wild bewachsen, mit wieder mal vielen vielen Möwen (brütenden, aber auch gerade-geschlüpften), Blumen und Sträucher, die im zum Teil sehr trockenen Gras wir kleine Oasen wirkten. Ein kleiner Leuchtturm steht mitten auf der Insel, außerdem gibt es in diesem Teil Tabarcas sogar einen Friedhof!
Nach unserer kleinen Wanderung stand sonnen auf dem Programm. Da es leider nur einen Steinstrand gab, erweiterte Sebastian spontan den Gutschein und mietete uns zwei Liegen inclusive Sonnenschirm! Zwar brannte die Sonne eigentlich und wir dachten, der Schirm sei eine sehr gute Idee, doch ging dort solch ein starker Wind, der zumindest mich so abkühlte, dass ich froh war, um jeden Sonnenstrahl. Zum Glück hatten wir uns gut mit Sonnenschutz eingecremt, so dass wir nun zwar noch gebräunter, aber nicht rot sind (ich habe leider eine meiner Kniekehlen vergessen...)
Ca 2h blieben wir dort am Strand, beobachteten die Wellen, die vielen Segel- und Motorboote, die dort vor Anker lagen, und fühlten uns rundum wohl. Dann machten wir uns auf, den anderen, weitaus kleineren Teil der Insel zu erkunden. Dieser Teil ist bebaut und bewohnt. Je nachdem, welche Information man zu Rate zieht, leben dort zwischen 50 und 70 Personen. Einige der Häuser sind sehr verfallen und verwahrlost, wirken komplett unbewohnt. Einige sind jedoch auch ganz hübsch renoviert oder werden, wie auch die Kirche, gerade erneuert. Wir sahen ein Hostel, mehrere Touristenshops, eine Art Marktplatz und einen Kinderspielplatz. Neben den „Stadt“mauern hatte das kleine Dorf sonst nicht viel zu bieten.
Gegen 17 Uhr brachte das Schiff uns und massenweise andere Touristen zurück nach Alicante, wo wir den Abend super gemütlich - und lecker! - beim Tapas-Essen haben ausklingen lassen. (Übrigens auch Teil des Gutscheines – ich habs wirklich gut!!)
Es war ein super schöner Tag und ich habe es in vollen Zügen genossen und habe mich sehr über dieses besondere Geschenk gefreut; auch wenn wir beide finden, dass es ein gelungener Ausflug war, sind wir uns auch sicher, dass 1 Besuch auf Tabarca ausreicht.
Von unseren Erlebnissen heute lasse ich im Folgenden von Sebastian berichten – Gerechtigkeit muss sein! ;)
Am Sonntagmorgen haben wir uns früh morgens auf den Weg zum Hafen gemacht, wo um 10h der erste Teil unseres Segelkurses beginnen sollte. Mit "spanischer Pünktlichkeit" kamen der Segelschulenbesitzer und unser Lehrer an der Segelschule an. Das erste was der Chef zu uns sagte, war dass es ein Problem gibt. Mehr sagte er dann aber auch nicht mehr. Was das Problem eigentlich war, wissen wir mit Gewissheit eigentlich immer noch nicht. Allerdings waren wir nicht nur zu zweit im Kurs, sondern ein Spanier war auch noch im selben Boot. Ist ja kein Problem dachten wir, dann muss der Lehrer die Sachen halt zweimal erklären, einmal auf Spanisch und einmal auf Englisch. Dass wiederum stellte sich als schwierig heraus, da unser Segellehrer gerade erst Englisch bzw. die Fachbegriffe des Segelns auf Englisch lernt. Da wir beiden ja brav unsere Skripte gelernt hatten, kannten wir einige Begriffe auf Englisch und konnten diese unserem Lehrer beibringen. Aus dieser Konstellation ergab sich ein wirklich witziger Vormittag, und irgendwie haben wir 4 in diesem Boot es geschafft uns mit Spanisch, Englisch, Deutsch sowie Händen und Füßen zu verständigen. Da nicht allzu viel Wind ging, war es auch überhaupt kein Problem, dass man gelegentlich etwas länger gebraucht hat, um eine Anweisung oder Erklärung zu verstehen. Keiner von uns ist über Bord gegangen oder hat sich sonst irgendetwas getan. Also haben wir einfach ein paar nette Stunden bei strahlendem Sonnenschein auf dem Meer verbracht, ein wenig segeln dabei gelernt, ein bisschen Englisch gelehrt und es uns einfach richtig gut gehen lassen.
Nach dem Ende unserer Segelstunde waren dann auch Connis Eltern mitsamt Marius und Oma gelandet und wir haben uns mit Ihnen getroffen. Da nicht nur das Daherdümpeln in der Sonne auf dem Mittelmeer, sondern auch das eingequetschte Sitzen in der Touristenklasse im Flugzeug hungrig machen, haben wir uns während unserem kleinen Hafenrundgang auch schon nach einem passenden Lokal fürs Mittagessen umgesehen. Frisch gestärkt haben wir der Oma dann noch unsere beiden Zimmer/Wohnungen gezeigt, bevor Connis Familie dann weiter ins Haus gefahren ist.
Wir hoffen ihr habt alle bis zum Schluss durchgehalten! Der nächste Eintrag kommt bestimmt bald...
C & S
2 Kommentare:
Ihr habts gut! Richtig so! Tapas wuerden mir jetzt auch schmecken! Mal sehen ob ich welche finde. Liebe Gruesse! Uta
Super! Schön war's in Alicante!
Danke für den interessanten Bericht!
Ma
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