Nachdem wir uns am Sonntag von Connis Eltern verabschiedet hatten, stand abends noch ein weiteres Treffen auf dem Programm.
Vor einiger Zeit hatten wir einmal erwähnt, dass Conni im Krankenhaus einen deutschen Patienten betreut hat. Er und seine Frau waren reizend und am Ende des Aufenthaltes gaben sie ihr die Telefonnummer ihrer Tochter, die laut den beiden in einem ähnlichen Alter sein dürfte. Man könne sich ja mal treffen.
Marianne, besagte Tochter, hatte schon mehrfach den Versuch unternommen, sich mit uns zu treffe, einmal kam Madrid dazwischen, beim nächsten Anruf waren Patrick und Nilay da. Am Sonntag abend dann klappte es endlich! Wir saßen gemütlich beisammen, „beschnupperten“ uns sozusagen und lernten uns kennen. Das Ende des Abends war eine Einladung in Mariannes Elternhaus.
Bevor dies jedoch soweit war, sind wir am Montag abend mit Connis Mitbewohnern Salsa tanzen gegangen. In einem Club mitten im „Barrio“, dem Ausgeh-Viertel Alicantes, findet jeden Montagabend Salsa Unterricht statt. Allerdings nicht, wie wir gedacht hatten, paarweise sondern in einer großen Gruppe, was sehr witzig war, aber teilweise auch zu Tritten, Anremplern und weiteren unerwünschten Körperkontakten führte. Wir hatten aber jede Menge Spaß zusammen!
Der Dienstag war dann für den Besuch bei Marianne und ihren Eltern vorgesehen. Wir hatten ausgemacht, dass wir nach Arbeitsschluss anrufen würden, da Marianne meinte, sie würde uns an einer bestimmten Stelle abholen, der Weg sei nicht so einfach. Einfach war er – im Prinzip musste man immer gerade aus. Aber es wurde auch immer einsamer. Wir fuhren tiefer in die Berge, es sah immer unbewohbarer aus.
Irgendwann plötzlich bogen wir dann ab, von einer bislang noch ordentlich geteerten Strasse auf einen, wie es uns schien, völlig unbefestigten, Schotterweg. Es ging kurvig und steil bergab und mehr als einmal fragten wir uns, was da noch kommen möge, bis wir dann ein Tor passierten, das den Eingang zum Grundstück markierte.
Wir waren in der absoluten Idylle angekommen! Ruhe, Berge, außer uns (also inclusive Marianne und ihren Eltern) keine Menschenseele. Am Horizont konnte man als letztes Anzeichen von Zivilisation einen Strommasten ausmachen.
Wir wurden von 2 Hunden stürmisch begrüßt und mussten sie erstmal ausgiebig streicheln, bevor wir auch Herrchen und Frauchen Hallo sagen durften. Diese empfingen uns unglaublich herzlich und schienen sich zu, uns zu sehen. Wir schauten uns noch ein wenig um, begrüßten Schafe und Ziegen, dann gab es Mittagessen: selbst gezüchtetes, selbst geschlachtetes Lamm – unglaublich lecker! – Salat mit Kräutern aus dem eigenen Garten, zum Kaffee wurde morgens frisch gemolkene Ziegenmilch gereicht. Es war toll! In der Ecke lag eine Katze und schlief, man hörte die Hühner gackern und sah immer wieder einen Hund neugierig zur Tür hereinschauen. So gemütlich und entspannt haben wir uns auf Anhieb sehr wohl gefühlt.
Für Conni folgte dann das Highlight des Tages: Marianne führte uns zu einer der Koppeln, Conni bekam eine Schimmelstute an die Hand und durfte putzen, Hufe krtazen, satteln – und dann reiten! Man sah es ihr deutlich an, welch einen Spaß es ihr gemacht hat und Marianne und ihre Eltern bestätigten später, dass sie eine wirklich gute Figur auf dem Pferd gemacht hat!
Glücklich und rundum zufrieden setzten wir uns nochmals zusammen, aßen (zugegebenermaßen eine mitgebrachte) Melone und Sebastian freundete sich mit einer Katze an, die den passenden Namen „Radio“ trägt, da sie anfängt zu schnurren, sobald man sie berührt. Wir erzählten, lachten, unterhielten uns als würden wir uns schon lange kennen, und so verflog die Zeit viel zu schnell.
Auch auf dem Rückweg staunten wir wieder, wie einsam und ruhig unsere Gastgeber es haben und wie idyllisch die Gegend dort ist!
Heute, einige Tage später, haben wir immer noch eine bleibende Erinnerung an den schönen Nachmittag: Conni einen ausgewachsenen Muskelkater und Sebastian seinen Spaß daran... ☺ Wir dürfen und wollen sehr gerne wieder kommen und freuen uns darauf!
Morgen und am Sonntag stehen die beiden letzten Tage des Segelkurses auf dem Programm – drückt uns die Daumen, dass wir Wind haben!
Liebe Grüße,
C und S
P.S. Neue Diaschauen und Bilder in den vorherigen Posts sind endlich online... Danke für Eure Geduld!
2 Kommentare:
Hi Ihr,danke dass wir ein Stück weit an Euren Erlebnissen teilhaben dürfen. Wir freuen uns mit Euch und wünschen Euch noch viele schöne Erlebnisse!
Mapa mit Maroma
Fotos vom Segeln bitte!
Falko
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