Hola y bienvenido!
Samstag abend, wir sitzen gemütlich und etwas platt auf dem Sofa und lassen die Woche Revue passieren.

Die Arbeits-Woche war enstpannt wie immer. Da Sebastian inzwischen nicht mehr nur als stiller Beobachter im OP dabei ist, sondern mit am Tisch sein darf, macht ihm das Arbeiten natürlich noch mehr Spaß. Conni hatte in den letzten Tagen die Herausforderung, für eine englische Patientin übersetzen zu dürfen; Spanisch-Deutsch (oder andersherum) klappt ja zwischenzeitlich ganz gut, Englisch-Deutsch ist ohnehin kein Problem. Aber alles drei ist doch anstrengend. Als "Belohnung" bekam sie dann am Freitag einen deutschen Patienten, für den sie übersetzen muss! ;-)
Außerhalb der Arbeit begann die Woche am Montag unspektakulär, bei strahlendem Sonnenschein haben wir unsere Siesta am Strand von Alicante abgehalten, unter Palmen Spanisch gelernt und es uns einfach gut gehen lassen.

Der Dienstag war ebenfalls ein herrlicher Tag, und schnappten wir uns am frühen Abend die Kamera und erkundeten die Hafen- und Strandpromenade. Die Dämmerung brachte an sich schon eine tolle Stimmung zum Fotografieren, gleichzeitig war aber auch Vollmond! Bei abendlicher Beleuchtung genossen wir Alicante, das viel schöner ist, als sein Ruf vermuten lässt - überzeugt Euch selbst, die Bilder sind in der Diaschau rechts!
Auch am Mittwoch waren wir am Strand, haben uns mit Dani, Sebastians Erasmus-Partner getroffen. Es war schön zu sehen, welche Fortschritte wir sprachlich schon gemacht haben im Vergleich zum letzten Treffen mit ihm!
Der Donnerstag war wiederum ohne besondere Ereignisse; Sonne, spanisch lernen, kochen...

Freitags haben wir uns dann wiederum auf Foto-Tour gemacht, und Bilder von den Strassen und Plätzen Alicantes zu machen. Es ist beeindruckend zu beobachten, wie hier das Leben erst gegen 19h abends beginnt. Erst dann kommen die Leute aus den Häusern, treffen sich draußen, überall ist Lachen und Reden zu hören, es gibt viele Kinder-Spielplätze mitten in der Stadt, die auch rege genutzt sind! Überhaupt haben wir den Eindruck, dass es hier entweder mehr Kinder gibt, oder aber sich hier einfach noch viel mehr Kinder draußen aufhalten! Eine Auswahl der Fotos gibt es ebenfalls auf der rechten Seite. Dazu übrigens noch eine Anmerkung: nach der unmissverständlichen Aussage von Connis Patentochter Merle, wie langweilig doch immer diese Landschaftsfotos seien, und dass sie gern mehr Fotos von uns beiden sehen würde, greifen wir - kritikfähig wie wir sind - dies gern auf! Ab sofort gibts also mehr Personen-Fotos, an denen hoffentlich nicht nur Merle Freude hat! ;-)
Das Wochenende haben wir heute morgen zwar noch in Alicante eingeläutet, uns aber dann bald auf den Weg nach Calpe gemacht. Bei ziemlich diesigem und schwülem Wetter haben wir uns auf dem Calper Markt zunächst mit frischem Obst und Gemüse eingedeckt. Im Anschluss haben wir das heutige "Abenteuer" in Angriff genommen: die Besteigung des Peñon de Ifach. Der Peñon ist ein Berg, der als Ausläufer des Städtchens Calpe und als Wahrzeichen der Costa Blanca ins Wasser ragt. Die Ansicht von Moraira aus seht ihr auf dem Bild ganz oben rechts im Blog. Es ist ein Naturschutzgeiet, das eine reiche Vegetation bietet und hunderten von Möwen als Zuhause und Nistplatz dient.

Der Aufstieg war unglaublich! Der Anfang war als Weg ausgebaut, zwar steil aber problemlos zu bewältigen. Erst nach einer Art Tunnel war der "Weg" als solcher oft fast nicht mehr zu erkennen - im wahrsten Sinne über Stock und Stein, durch Gebüsch kriechend und an glatten Felsen fast kletternd kamen wir immer höher. An einer Abzweigung entschieden wir uns zunächst für die Spitze des Felsens, also den am weitesten ins Wasser reichenden Teil. Leider war das Wetter noch immer etwas diesig, bei klarer Luft sieht man von hier wohl bis Ibiza! Dennoch war der Ausblick enorm! Den Gipfel wollten wir uns aber nicht entgehen lassen, und so machten wir uns auf den schwierigsten Teil des Aufstiegs. Ziemlich geschafft aber überwältigt vom Ausblick und der Schönheit der Landschaft rings um uns herum, blieben wir eine Weile dort oben. Die Verschnaufpause tat sehr gut, und einigermaßen gestärkt machten wir uns dann an den nicht minder anspruchsvollen Rückweg. Alle Strapazen, jeder Kratzer und jeder blaue Fleck, sogar der Sprizter Möwen...hinterlassenschaft auf Connis T-Shirt haben sich gelohnt, der tolle Blick hat mehr als entschädigt!
Noch bevor ein schöner Sommerregen den schwülen Tag etwas hat abkühlen lassen, waren wir in Moraira angekommen und genossen das Rauschen der Palmen im warmen Regen. Den tollen Tag haben wir bei einem indischen Abendessen ausklingen lassen. Heute nacht bleiben wir im Häuschen von Connis Eltern, wo wir uns morgen mit einer spanischen, guten Bekannten treffen, die Conni seit Jahren nicht mehr gesehen hat! Wir freuen uns sehr darauf!
Jetzt wünschen wir aber erstmal eine gute Nacht - so eine Bergtour macht müde!
Buenas noches y hasta luego, amigos!
C und S
4 Kommentare:
hey ihr zwei!
das klingt ja richtig gut, und so ne bergtour ist ja auch mal ne gelungene abwechselung.. ;-)
falls es mit der abschlussprüfung bei conni nichts wird, was ich allerdings NICHT glaube(!!!!), kann sie ja dann auch evtl noch als dolmetscherin arbeiten.. ;-)
schlaft euch dann mal schön aus, wo der gandalf mal wieder mitten in der nacht hinmuss ist ja nicht allzu schwer zu erraten...
glg gandalf
Das war wieder ein super Bericht und Hut ab! So eine Tour ist kein Pappenstiel:-)
Schöne Fotos!!
Ma
Super Tour, super Fotos, danke fuers mit uns Teilen!
Liebe Gruesse, Uta
Ich bin erstaunt über Eure vielfältigen Erlebnisse und Unternehmungen und dass Ihr schon so toll spanisch könnt. Auch überrascht es mich, wie anders die Verhältnisse an einem span. Krankenhaus sind. Schön , dass Ihr so vile neue Leute kennenlernt!
Eure Oma
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