Hola!
Um kurz nach 6 Uhr früh hat uns der Wecker erbarmungslos aus dem Schlaf gerissen, es war der Beginn unseres ersten Tages im Krankenhaus in Alicante. Doch bevor wir dort ankamen, lag noch ca eine Stunde Fahrt vor uns.
Bastis Tag:
Im Krankenhaus angekommen musste ich noch etwas warten, bis ich mich der für mich zuständigen Ärztin vorstellen und meinen ersten Arbeitstag beginnen konnte. Ich wurde sehr freundlich empfangen und sofort wie ein vollständiges Teammitglied behandelt.
Im Krankenhaus angekommen musste ich noch etwas warten, bis ich mich der für mich zuständigen Ärztin vorstellen und meinen ersten Arbeitstag beginnen konnte. Ich wurde sehr freundlich empfangen und sofort wie ein vollständiges Teammitglied behandelt.
Meine Tutorin hatte heute "Sprechstunde", was bedeutete, dass sie hauptsächlich Nachkontrollen bei schon operierten Patienten durchgeführt hat. Es waren lediglich 2 "neue" Patienten dabei, die noch nicht operiert waren, sondern die Entscheidung, ob operiert werden muss, noch ausstand. Diese Tatsache hatte allerdings keinen Einfluss auf ihren Eifer mir viel zu zeigen und beizubringen. Sie war sehr bemüht um mich, hat mir zu jedem Patienten viel erzählt, mir die Krankengeschichte gegeben, damit ich mir die aktuelle Vorgeschichte aneignen konnte, und hat mich auch fast jeden Patienten selbst untersuchen lassen. Insbesondere sollte ich natürlich die Patienten untersuchen, bei denen etwas "auffälliges", vom Normalbefund abweichendes zu tasten war.
Am Ende des Arbeitstages war ich richtig erschöpft und geschafft. Erst da habe ich gemerkt, wie anstrengend es ist, wenn man sich die ganze Zeit sehr konzentriert, um die Sprache zu verstehen. Nicht ganz ohne Stolz kann ich aber von mir behaupten, den größten Teil wirklich einigermassen gut verstanden zu haben, auch wenn ich selbst noch nicht allzu viel gesprochen habe.
Connis Tag:
Ich war vielleicht nervös! Im Gegensatz zu Sebastian hat mein Chefarzt nämlich nicht auf die email geantwortet, in der wir fragten, wann wir wo sein sollten. Auf Anraten von Anna-Lisa, der Komilitonin, die vor uns hier war, bin ich einfach um 8.30h zur Frühbesprechung der Internisten dort aufgeschlagen. Das war auch völlig richtig, hat sich aber am Anfang nicht so dargestellt, da mich zunächst - außer der sehr netten Sekretärin, die mir den Besprechungsraum zeigte - niemand wirklich beachtete. Erst am Ende der Besprechung kamen zwei Ärzte auf mich zu, meinten, sie seien für mich zuständig und nahmen mich mit. Eigentlich passt das ja zur spanischen Unkompliziertheit: bin ich da, ist es gut, bin ich nicht da, auch. Dennoch - für mich als Nicht-Spanierin - erstmal irritierend. Unser erster Weg führte uns dann (um dem internistischen Ruf auch gleich gerecht zu werden) zum Frühstück... ;-) Inzwischen war es ca. 9.45 und die mich betreuende Ärztin nahm mich mit in die Notaufnahme. Die Ärztin ist unheimlich nett, gibt sich eine riesen Mühe, mir alles zu erklären, geht mir größentechnisch allerdings bis ungefähr zwischen Bauchnabel und Brust - ich werde sicherlich in einigen Tagen Kreuzschmerzen haben, weil zu dem konzentrierten Zuhören leider eine recht leise Stimme der Ärztin kommt, die mich zwingen eher gebeugt zuzuhören.
Die darauffolgende Visite gestaltete sich auch eher (für unser Empfinden) ungewöhnlich: die Ärztin hatte auf 4 verschiedenen Stationen je einen Patienten zu visitieren. Ich bin noch nicht ganz hinter das System gestiegen, vermute aber, dass die Ärzte einfach immer den Patienten weiter betreuen, die sie aufgenommen haben.
Jedenfalls ging es mir sprachlich genau wie Basti: ich war erstaunt und stolz, wieviel ich verstanden habe, kam aber ins Stocken, wenn es darum ging, selbst zu formulieren. Deshalb habe ich auch dankend das Angebot abgelehnt, selbst eine Anamnese zu erheben... Man muss ja noch steigerungsfähig sein... ;-)
Als wir dann beide zuhause waren, beide wie gesagt, recht erschöpft von den vielen neuen Eindrücken, dem konzentrierten Zuhören, und der Aufregung wegen der neuen Herausforderung, haben wir erstmal "Siesta" gehalten - wir können es nun wirklich nachvollziehen und verstehen, dass die Spanier die Siesta brauchen: den ganzen Tag Spanisch zu hören ist wirklich anstrengend!
Muchos besitos a todos,
C und S
4 Kommentare:
Sehr interessant, schöne Fotos!
Alle Achtung!
Wow! Bin beeindruckt! Klasse dass das so gut klappt mit dem Spanisch! Bald uebernehmt ihr den Laden, und Eure Kollegen machen Siesta :-). Liebe Gruesse! Uta
Hola los 2!
Antes que nada tengo que admitir que lo considero injusto que habéis puesto el tiempo actual en vuestra página pero bueno. Me alegro de que hasta ahora todo haya ido bien y que os hayan acogido con tan amablemente...es cierto, escuchar todo el día el espanol cansa muchísimo pero con el tiempo os acostumbráis (gewöhnen). Qué tal la búsqueda del piso compartido?
Pasadlo bien, abrazos y besos,
Hanna
o, lo siento, me confundí...o "con tanto carino" o "tan amablemente"...para que no lo aprendéis mal ;-)
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