Lange Zeit ist unser letzter Eintrag nun schon her. Bitte entschuldigt, dass es so lange gedauert hat, bis wir wieder etwas von uns hören lassen, aber wir haben uns dafür entschieden die Zeit mit unserem Besuch Manuel und Yvonne zu geniessen und uns danach wieder zu melden.Heute Abend ist unser Besuch wieder nach Deutschland geflogen und ihr bekommt einen sehr ausführlichen Bericht über unsere letzen beiden Wochen! Bitte haltet bis zum Ende durch beim Lesen!
Die erste Woche haben wir in Moraira verbracht und von dort aus immer wieder Unternehmungen gemacht um die Umgebung zu erkunden. Angefangen haben wir am Cabo de la Nao, dem östlichsten Punkt des spanischen Festlandes. Eine Fahrt durch kurvenreiche Küstenstrassen mit wunderschöner Landschaft führte uns dorthin. Leider war es uns an diesem Tag nicht gegönnt, Ibiza von dort zu sehen, da das Wetter uns dafür nicht die optimalen Bedingungen bot. (Wiedermal hatte unser Besuch schlechtes Wetter mitgebracht!) Genossen haben wir den Ausflug trotzdem sehr.
Unser nächstes Ziel war dann die Küstenstadt Denia, von der täglich Fähren nach Mallorca fahren. Überwacht wird Denia wie viele Küstenstädte von einem Castillo, welches wir natürlich auch erklommen und eingenommen haben! Genau zur richtigen Zeit, um eine aus Mallorca ankommende Fähre bei ihrer Hafeneinfahrt zu beobachten. Danach haben wir uns wieder unter das normale Volk gemischt und die Innenstadt erkundet, sowie Andenken und Geschenke ergattert. Müde von der Anstrengung haben wir uns auf den Heimweg zu einem üppigen Barbecue gemacht.Am nächsten Abend stand dann schon unser nächster Kampf auf dem Programm: In Moraira fanden an diesem Wochenende die Feierlichkeiten der Moros y Cristianos statt. Gekämpft wurde hier am Strand, das Objekt der Begierde für beide Seiten war natürlich der gewaltige Wachturm. Am Ende mussten sich die Christen den Mauren vorerst geschlagen geben und den Wachturm verlassen. Natürlich liessen sie diese demütigende Niederlage aber nicht lange auf sich sitzen. Diese Rückeroberung am nächsten Tag hörte wir allerdings nur noch vom Pool des Hauses aus, da wir am Samstag alle zu kaputt waren um uns nochmal zum Strandspektakel zu begeben.
Am Samstag hatten wir nämlich ein grosses Programm. Nach ausgiebigem Frühstück haben wir uns auf den Weg nach Calpe zum Markt gemacht. Als dieser dann leergekauft war und unsere Taschen dafür umso voller waren, haben wir unsere Beute ins Auto gebracht, um den nächsten Programmpunkt anzugehen.
Nach wenigen Metern Fahrt waren wir am Parc Penyal de Ifac angekommen, haben uns festes Schuhwerk angezogen und haben uns für Conni und Sebastian zum 2. Mal, für Manuel und Yvonne zum 1. Mal auf den Weg zum Gipfel gemacht. Der Aufstieg ging einigermassen schnell, obwohl die Bedingungen (unwegsamer Pfad, Mittagssonne und -hitze, schwere Verpflegungsrucksäcke) uns durchaus zu schaffen machten. Nach etwas mehr als einer Stunde hatten wir es dann aber geschafft und wir waren überwältigt von dem gigantischen Ausblick, der sich uns bei perfektem Wetter von dort oben bot. Auch waren wir für lange Zeit die einzigen dort oben, abgesehen von einer streunenden Katze, wie auch immer diese dort oben hingekommen ist, und natürlich den Unmengen an Möwen mitsamt ihren kurz zuvor geschlüpften Jungtieren.
Der Abstieg verlief auch problemlos und mit diesem Highlight endete dann auch mehr oder weniger unsere erste Woche in Moraira. Am Sonntag haben wir nocheinmal ausgiebig die Sonne am Pool genutzt, bevor wir uns in bester Fan-Manier ausgerüstet auf den Weg nach Alicante gemacht haben, wo wir die 2. Woche mit dem WM-Spiel der deutschen Mannschaft im Barrio mit vielen anderen Deutschen zusammen eingeläutet haben.
Die Woche begann dann aber leider sehr trist. Das Wetter war mies, genauso wie die Laune unserer Gäste, da die Nacht in Sebastians Wohnung nicht sehr erholsam gewesen war. Eine Mitbewohnerin hat an diesem Abend auch Besuch bekommen, der leider erst mitten in der Nacht ankam und dann auch sehr laut war, so dass ein erholsamer Schlaf für Manuel und Yvonne leider nicht möglich war. Von alledem haben Conni und Sebastian aber erst erfahren, als sie von der Arbeit zurück kamen. So wurde der Nachmittag zum Sightseeing neben der Hotelsuche genutzt, was uns einigermassen trocken gelungen ist.
Am nächsten Tag war das Wetter zwar immer noch nicht besser, aber zumindest die Laune unserer Gäste. Also haben wir unsere Alicante-Erkundungs-Tour fortgeführt und waren nebenbei auch noch shoppen, bevor wir am Abend zu einem Geburtstagsessen eines Mitbewohners in Connis Wohnung gegangen sind. Es war ein schöner, ausgelassener Abend, genauso, wie man sich WG-Leben vorstellt und wie es sein sollte. Mit insgesamt 10 Personen haben wir zusammen gekocht, gegessen und viel gelacht. Und das beste dabei: diesmal war kein algerischer Mitbewohner in der Nähe!
Da alle brav aufgegessen hatten, wurden wir am nächsten Tag auch endlich wieder mit gutem Wetter belohnt. Und dass musste natürlich genutzt werden! Was eignet sich besser dafür, als das Castillo Santa Barbara? Wieder ein Berg, der von uns erklommen wurde, wieder ein Castillo, von dem wir einen wundervollen Ausblick geniessen. Die Sicht hätte besser kaum sein können, Tabarca kam uns so nah vor, man konnte sogar das Meer hinter dieser schmalen Insel wieder sehen! Bei unserem ersten Besuch auf dem Castillo mussten wir uns sehr anstrengen, um die Insel überhaupt zu sehen. Selbstverständlich haben wir auch eine Menge Fotos von uns allen gemacht und viel Spaß zusammen gehabt!
Nach unserem Abstieg vom Castillo haben wir uns mit kräftiger Paella in der Altstadt von Alicante gestärkt, und sind danach noch in den Hafen gegangen, um die warme Stimmung während des Sonnenuntergangs einzufangen.
Tags drauf haben wir einen ruhigen Tag verbracht und haben uns faul an den Strand gelegt. Das tat richtig gut noch einmal volle Sonne zu tanken.
Die nahe gelegene Stadt Elche ist UNESCO-Weltkulturerbe für die vielen Palmen und Palmenparks, die es dort gibt. Auf jeden Einwohner kommen dort 2 Palmen. Einen dieser Parks, welcher noch sehr nahe an Alicante liegt, haben wir an diesem Abend noch erkundet. Der Park ist wunderschön angelegt, mit vielen Wasserläufen und kleinen Teichen und lädt so richtig zum Flanieren ein.
Der Freitag begann für uns alle früh, um 7 Uhr sassen wir im Auto auf dem Weg nach Granada. Gegen 11 Uhr sind wir an unserem Hotel angekommen und haben uns nicht lange aufhalten lassen, bevor wir in die Innenstadt gefahren sind, um diese zu erkunden. Durch viele kleine Gässchen führten uns unsere Wege, bevor wir ein geeignetes Plätzchen ergattert hatten, um das 2. WM-Gruppenspiel der deutschen Mannschaft zu gucken. Von der Niederlage nicht niedergeschlagen haben wir unsere Erkundung nach dem Spiel fortgesetzt. Am Abend führte uns unser Weg nach Albaicyn, einem alten Stadtteil, auf einem Nachbarberg des Highlights von Granada, der Alhambra, gelegen. Mit Blick auf die mächtig über uns thronende Alhambra haben wir uns ein leckeres Abendessen gegönnt. Sebastian hat Ochsenschwanz probiert, was eine Pflicht für diesen Besuch war, da im Voraus alle Ärzte im Krankenhaus Conni gesagt haben, dass es dort den besten Ochsenschwanz ganz Spaniens gibt.
Der Wecker war auch am nächsten Morgen wieder unerbittlich und riss uns sehr früh jäh aus unserem tiefen Schlaf. Für diesen Tag stand die Alhambra auf unserem Programm, leider hatten wir aber nur noch Tickets für 8:30 Uhr bekommen, so dass wir gegen 7:15 Uhr aus dem Hotel auschecken, frühstücken mussten und um ca 7:45 Uhr den Bus zur Alhambra nehmen mussten. Das frühe Aufstehen hat sich auf jeden Fall gelohnt. Wir waren alle schlichtweg begeistert von dem, was uns die Alhambra dargeboten hat! Ein wirklich beeindruckendes Relikt der Geschichte Spaniens! Es ist unvorstellbar, mit welcher Akribie und Liebe fürs Detail dieses riesige Bauwerk erschaffen wurde. Es verging kaum eine Minute, in der wir nicht neu über dass, was wir nun sahen, gestaunt hätten. Aber nicht nur die Gebäude waren überwältigend, sondern auch die äußerst großzügig angelegten Gärten, bei denen man sich so richtig vorstellen kann, wie die Menschen dort früher gelustwandelt sind. Ein absolut lohnenswerter Trip!
Vor wenigen Stunden haben wir unseren Besuch zum Flughafen gebracht, von wo aus die Beiden ihre Heimreise angetreten haben. Zum Abschluss haben wir vorher noch einen Abstecher nach Elche in die tollen Palmenparks gemacht. Begleitet wurden wir dabei auch von einem Mitbewohner Connis, der nicht mit den anderen nach Rom gefahren war.
Es war schön durch die vielen verschiedenen Palmen und auch Kakteen zu wandern, wobei einige der Kakteen beeindruckender waren, als die Palmen. Ein wunderschönes Erlebnis war der Ausblick auf das Palmendach von oben, von einem Kirchturm herab. Ein durchaus gelungener Abschluss zweier wunderschöner Wochen!
Viel Zeit haben auch wir beiden jetzt nicht mehr hier in Spanien, aber die nächste Woche wird nochmal sehr interessant, da hier in Alicante die Hogueras stattfinden. In der Kurzversion: Eine Woche lang feiern. Jeden Abend. Mit Feuerwerk und vielen Figuren, die am Ende verbrannt werden. Wir sind sehr gespannt und werden euch natürlich berichten.
Wir hoffen ihr habt durchgehalten und seid uns nicht allzu böse für diesen langen Eintrag.
Einige Diaschaus sind schon online, weitere werden in den nächsten Tagen noch folgen.
Liebe Grüße,
Conni & Basti



2 Kommentare:
Ihr habt wieder viel erlebt, danke, dass wir daran teilhaben dürfen.Bis bald - wir freuen uns auf Euch!
Bussi Ma
hey ihr 2! vielen dank für die 2 schönen wochen! hoffe ihr hattet genausoviel spaß wie wir!
der rückflug war ganz ok. sind aber jetzt mega müde, und werden uns in bett verziehen..
gaaaanz liebe grüße aus deutschland!
y & m
Kommentar veröffentlichen